Düse

Tondüse
Dieser Drache spuckt Luft ins Feuer (Tondüse, unmittelbar nach dem Formen)

Um ein möglichst heißes Feuer zu erzeugen, muss ständig Luft zugeführt werden. Irgendwie muss die Luft vom Blasebalg zum Feuer kommen. Eisen gab es in der Bronzezeit nicht, deshalb bietet sich Keramik als Werkstoff an.

Hier stellen wir verschiedene Arten von Düsen vor, die wir inzwischen kennengelernt haben.

Gerade Tondüse

Wir haben handelsüblichen rot brennenden Ton verwendet, der mit 25% Schamotte (0 - 0.5mm) versetzt war (Brennbereich 1000 - 1180 Grad C). Diesen Ton haben wir zusätzlich mit 25% Sand gemagert, um die Hitzebeständigkeit und Festigkeit gegenüber Temperaturschwankungen zu erhöhen.

Aus diesem Ton wurde eine Düse von 17cm Länge und einem Öffnungsdurchmesser von 1.7cm geformt. Die Wandstärke betrug 0.5 - 0.9cm. Zur Verzierung wurde die Düse außen als Drache ausgeformt.

Wasserhahndüse (noch ungebrannt) vor dem Einbau in den Ofen

Wasserhahndüse

Zur Luftzuführung im Offenen Ofen wird eine "Wasserhahndüse" verwendet, die die Luft von oben in den Ofen bläst. Solche Düsen kamen hauptsächlich in der frühen Bronzezeit zum Einsatz. Später ging man zu einer Belüftung von unten über (siehe auch Schachtofen und Feuer).

Knickdüse für Belüftung von unten

Maße am Anschluss zum Blasebalg:
Innendurchmesser 4cm
Außendurchmesser 7cm
Wandstärke ist also etwa bis 1,5cm.

Länge ca. 40cm

Die Belüftung von unten hat diverse Vorteile. Zum Beispiel ist die Düse unempfindlicher gegen mechanische Einflüsse, sie bricht nicht so leicht ab und schmilzt nicht immer weg. Außerdem hatten wir immer Probleme, dass die Düse von oben das Material kalt geblasen hat, sobald mal keine Kohle auf dem Tiegel war. Erfahrungsgemäß arbeitet die Düse also insgesamt effizienter wenn der Luftstrom von unten kommt.

Diese Art der Belüftung findet man in römischer Zeit, sie ist also eine spätere Weiterentwicklung des Ofens.