Gerstenbier

Bronzezeitliches Rezept aus dem archäologischen Zentrum in Hitzacker zur Herstellung von Bier.

Unser erster Brauversuch hat nach ein paar Tagen so furchtbar gestunken, dass wir ihn lieber abgebrochen haben :-( Wenn ihr bessere Erfahrungen mit dem Rezept macht, lasst es uns wissen. Irgendwann probieren wir das auch selbst nochmal...

  • 5 kg Gerste
  • 10 l Wasser
  • 1 halbe Handvoll getrocknete Weidenrinde

Die Gerste gut waschen, in lauwarmes Wasser geben, einige Tage quellen lassen bis sie keimt. Das Wasser täglich wechseln. Die Gerstenkeime ausbreiten, regelmäßig mit lauwarmem Wasser befeuchten, bis die Keime die Länge des Korns haben. Das so entstandene Malz in der Sonne trocknen lassen. Anschließend vorsichtig rösten, bis die Körner knackig werden und schroten. Anstelle dieses Vorgangs kann man die Gerstenkörner auch kauen. Speichel enthält ein Enzym, das den Gärprozess einleitet. Das Malz oder die gekaute Gerste in einem Topf mit Wasser langsam erhitzen. Die Temperatur vorsichtig erhöhen, dabei mehrere Phasen einlegen, in denen das Getreide bei gleichbleibender Temperatur ruht. Es darf nicht kochen. 5 - 8 Liter Wasser zum Kochen bringen. Gerste und Weidenrinde hinzufügen und so lange kochen, bis ein Zehntel der Flüssigkeit verdunstet ist. Das Ganze schnell abkühlen, in einen Krug umfüllen und bedeckt mehrere Tage gären lassen. Nach ca. 3 Tagen den Schaum abschöpfen. Wenn sich kein Schaum mehr bildet, ist die Gärung abgeschlossen. Anstelle von Weidenrinde kann auch Gänsefuß, Beifuß, Mädesüß, Schafgarbe oder Eichenzweige als Würzzusatz verwendet werden. Bei der Zugabe von Honig entsteht ein starkes, eher süßliches Bier.