Die Bronzezeit

Am Ende des dritten vorchristlichen Jahrtausends erreichte Mitteleuropa eine neue Technologie, die ihren Ursprung im vorderen Orient hatte. Es wurde entdeckt, dass etwa 9 Teile Kupfer gemischt mit einem Teil Zinn die Materialeigenschaften des Kupfers verändert. Die so entstandene Zinnbronze ist wesentlich härter und weist bessere Gusseigenschaften auf, als das bis dahin genutzte Kupfer. Zunächst hauptsächlich für Schmuck und Prestigeobjekte eingesetzt, löst Bronze im Laufe der Zeit in vielen Fällen Stein, Horn und Kupfer als Werkstoff für Waffen und Alltagsgeräte ab.

Gegenüber den Menschen der Jungsteinzeit betrieben die Menschen während der Bronzezeit schon wesentlich intensiveren Landbau, und sie entwickelten verschiedenartige technische Verfahren zur Metallgewinnung und -verarbeitung.

Es entstanden Berufe wie Bergmann, Gießer oder Händler, die vor allem mit Rohmetall, Bronze, Salz und Pelzwerk in ganz Europa handelten und so die Länder des östlichen Mittelmeergebiets mit Regionen jenseits des Urals verbanden.

Die Bronzeherstellung führte zu einem deutlichen Anstieg der Kupferproduktion, welche vor allem auf verbesserte Verhüttungstechniken zurückzuführen ist, was wiederum eine effektivere Ausnutzung der Lagerstätten zur Folge hatte.

Typisch für die Bronzezeit sind offene Niederlassungen unterschiedlicher Größe, welche vom Einzelgehöft bis zu regelrechten Dörfern mit bis zu 30 Häuser reichen. In der Regel wurden die Siedlungen von ca. 50 - 80 Personen bewohnt.

Broschüre

Unsere Broschüre Die Bronzezeit (PDF, ca. 400 KB, Stand: 15.5.2007) erläutert Hintergrundwissen zur Bronzezeit: zeitliche Einordnung, Änderung der Lebensverhältnisse, Metallverarbeitung, Ernährung, Siedlungswesen, Handel, Kleidung, Kunst und Kultur und schließt mit einer Erläuterung des Gießvorgangs.