Tiegel

Zum Schmelzen wird die Bronze in einen Tiegel gefüllt. Der Tiegel ist während des Schmelzvorgangs längere Zeit großer Hitze ausgesetzt. Als Material kommt Formlehm zum Einsatz.

Die Tiegel müssen zunächst gebrannt werden. Das geht sehr gut im offenen Feuer. Die Tiegel sollen - wie auch die Formen - eine Zeit lang rotglühend sein. Die Hitzeschwankungen des offenen Feuers verkraften sie hervorragend. Wenn die Zeit einmal drängt, kann man sie zum Brennen (vorsichtig) sogar noch feucht ins Feuer stellen, ohne dass sie Risse bekommen.

Tiegel aus Formlehm haben sich als erstaunlich widerstandsfähig erwiesen. Zwar zeigen sie nach einiger Zeit Risse, können aber typischerweise etwa zwei Stunden lang benutzt werden, bevor sie unbrauchbar werden. Nach dieser Zeit werden die Tiegel im Feuer weich und brechen an den Rissstellen. Die Tiegel weisen nach der Benutzung eine glasartige Oberfläche mit Blasen auf. Zum Teil verglast das komplette Tiegelmaterial. Dies deckt sich mit bronzezeitlichen Funden.

Frische Tiegel aus Formlehm
Frische Tiegel aus Formlehm
Im offenen Feuer gebrannte Tiegel
Im offenen Feuer gebrannte Tiegel
Tiegel nach dem Versuch (Ansicht von unten)
Die Tiegel sind erstaunlich widerstandsfähig: Tiegel nach dem Versuch (Ansicht von unten)
Graphittiegel
Graphittiegel

Heute werden sehr haltbare Tiegel aus Graphit hergestellt.

Tiegel und anderes Zubehör gib es zum Beispiel bei Goldschmiedebedarf - Karl Fischer GmbH in Pforzheim und bei Hohnen (Gießereibedarf).